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Leitgedanken der Freimaurerei
Am 7. Juni 1870 wurden auf dem Deutschen Großmeistertag in Hamburg die "Allgemeinen freimaurerischen Grundsätze" aufgestellt, die hier nach dem "Internationalen Freimaurer-Lexikon" von E. Lennhoff und O. Posner zitiert werden (Sp. 646f.):
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Die Freimaurerei bezweckt, in einer zumeist den Gebräuchen der zu Bauhütten vereinigten Werkmaurer entlehnten symbolischen Form die sittliche Veredelung des Menschen und menschliche Glückseligkeit überhaupt zu fördern. Indem sie von ihren Mitgliedern den Glauben an Gott als den obersten Baumeister der Welt, an eine höhere sittliche Weltordnung und an die Unsterblichkeit der Seele voraussetzt, verlangt sie von ihnen die Betätigung des höchsten Sittengesetzes: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten mehr als dich selbst." vereinigten Werkmaurer entlehnten symbolischen Form die sittliche Veredelung des Menschen und menschliche Glückseligkeit überhaupt zu fördern.
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Bibel, Zirkel und Winkelmaß sind dem Freimaurer die Symbole der jedem Maurer obliegenden Pflichten und als solche Hauptsymbole der Freimaurerei.
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Nur freie Männer von gutem Ruf und von einer solchen geistigen Bildung, wie sie die Ausübung des freimaurerischen Berufes voraussetzen muß, können als Mitglieder des Bundes zugelassen werden. Stand, Religionsbekenntnis und politische Meinung dürfen kein Hindernis der Aufnahme sein.
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Zweck und Wesen der Freimaurerei sind in den drei Johannisgraden vollständig enthalten.
In den maurerischen Systemen, die höhere Grade bearbeiten, berechtigt deren Besitz zu keinem Vorzug in der Leitung der Johannisloge. Jene drei (Johannis-)Grade genießen in allen maurerischen Systemen gleichmäßige Anerkennung.
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Aller Vorzug unter den Maurern gründet sich einzig auf wahren Wert und eigenes Verdienst.
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Der Freimaurerbund ist keine geheime Verbindung. Zweck, Geschichte, Gesetzgebung und Statistik des Freimaurerbundes sind kein Geheimnis und können der Regierung auf Verlangen vorgelegt werden. Das von jedem Freimaurer bei der Aufnahme und der Beförderung eidlich abzunehmende Gelübde der Verschwiegenheit bezieht sich nur auf die Formen des maurerischen Ritus, auf die Gebräuche.
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Privathandel oder Streitigkeiten sollen nicht zur Türe der Loge hineingebracht werden, noch weniger aber Streitigkeiten über Religion, Politik oder Staatsverwaltung.
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